Nach jahrelangen guten Diensten war es in diesen Sommer Zeit, eine würdige Nachfolgerin für meine Nikon D3000 zu suchen. Ich bin ja kein Featurefanatiker, aber langsam wurden meine Ansprüche an die Ergebnisse der Kamera höher. Immer öfters stieß ich an die Grenzen meiner Nikon D3000 (z. B. rauscharme ISO-Grenze) und konnte nicht schnell genug die gewünschte Einstellungen vornehmen. Der Moment verstrich ohne festgehalten zu werden.

Nach langen inneren Abwägungen entschied ich mich gegen eine Nikon D610 und für eine Nikon D7100. Schließlich sollte der Kaufpreis auch noch Raum für neue zukünftige Optiken lassen. Relativ schnell lief mir  auch ein Angebot über den Weg, ich schlug zu. Die D7100 wurde es. Das gute neue Stück wurde schnell nach Hause getragen. Das Kit ausgepackt. Akku aufgeladen und mir viel Freude raus zum ersten Testshooting.

Dann mal schnell die ersten Testbilder in Lightroom hochladen und schauen, was die Kamera so bietet.

Tag 1:  

  • Bumm- Das Importieren der RAW-Dateien klappte nicht. Meine Lightroomversion 3.0 war zu alt und konnte die RAW-Dateien der D7100 nicht lesen. Oha! Ich benötige also zu der neuen Kamera ein neues digitales Entwicklungslabor.
  • Ergebnis der Internetrecherche: Lightroom 4.4 muss dann doch sein.
  • Ich hatte großes Glück, denn am selben Abend wurde ich auf ein Lightroom 5 Angebot  aufmerksam.  Preislich gut und zusätzlich noch mit einem WACOM Grafiktablet. Ein Grafiktablet wollte ich schon immer mal zur Bildbearbeitung ausprobieren. Also schlug ich wieder zu.
Tag 2: 
  • Lizenzcode und Downloadlink wurden per E-Mail geliefert.  Also los: Download der Software und ran an die Installation. Die lief problemlos, ein Klick und Lightroom startete. 
  • Oh! Es erscheint die Meldung “Neue Version Lightroom  5.5. verfügbar” und die Frage “möchten Sie aktualisieren?”  Na klar! Also den Link anklicken, den Download starten und installieren. Fertig. Wieder der Klick auf das Icon und Lightroom starten.
  • Jetzt kommt die erwartete(!) Frage “Möchten Sie die alte Bilder-Bibliothek importieren und konvertieren?”   Ja, ich will.
  • Nach zwanzig Minuten beschleicht mich das Gefühl, das der Fortschrittbalken sich nicht wirklich bewegt. Nach 30 Minuten wird es zur Gewissheit. Fehler oder hängende Prozesse? Fehlanzeige.  Nach einer Stunde macht sich Nervosität breit.
  • Recherche im Internet. Das Problem des bewegungslosen Balkens kennen viele.  Die Lösung heißt Geduld, denn der Import einer 5-stelligen Zahl von Bildern kann dauern. Ok. Ok. Ich warte.
  • Nach 8 Stunden: Der Balken könnte sich bewegt haben.
  • Nach 12 Stunden: Ja, der Balken hat sich bewegt, ganz ganz sicher. Aber nur so wenig?
Tag 3:
  • Der nächste Morgen: Sieg! Der Balken ist deutlich weiter, aber noch nicht am Ende.

Tag 4: 

  • 36 Stunden nach dem Starten des Imports. Es ist Feierabend; Jawohl! Der Balken steht ganz kurz vor dem Ende. Alle Bilder der alten D3000 sind gleich verfügbar. Hurra! Jetzt schnell die paar Dutzend neuen Testbilder der D7100 importieren und sich freuen.
  • Warum dauert das denn so lange? Gut die Dateien sind wegen der hohen Auflösung 3-4 mal größer und meine externe Platte nicht die Schnellste. Aber trotzdem.
  • Die ersten Bilder kritisch geprüft und bearbeitet und darüber riesig gefreut. Die neue D7100 bietet schon deutlich Besseres an Bildmaterial. Super!
  • Wenn nur das Dateien aufrufen und speichern nicht so lange dauern würde. Ok, die Bildsuche in der Lightroom Bibliothek dauert auch nervend lange.
  • Die Entscheidung ist gefallen, eine schnellere Festplatte muss her. Zum Glück habe ich noch eine 1 TB Platte in Reserve. Sie war zur Datensicherung vorgesehen. Also anschließen und ca. 50.000 Dateien rüber kopieren.
  • Nach 2 Stunden erledigt.
  • Speicherort in Lightroom ändern und hoffen. …. Alles hat geklappt.

Fazit:

Aus dem Kamerakauf wurde innerhalb einer Woche ein komplettes System-Update inklusive Software und Hardware. Mit einigen Hindernissen war ja zu rechnen, in dieser Breite war es wirklich eine Überraschung. Ja, wir leben in modernen komplexen Zeiten.

Aber es hat sich gelohnt. Die Qualität der Bilder ist nicht vergleichbar. Jetzt fehlen nur noch die geeigneten Motive und Momente. Ich bin dann mal unterwegs…