Grenzenloses Meer

Weite

Beim Kauf des Buches Lebenszeichen: Fotografie als Therapie dachte ich ursprünglich, es handelt sich um ein Fachbuch ähnlich dem Buch Fotografie im Coaching von Karmen Kunc-Schulze.  Was für ein Irrtum.

Das Buch stellte sich als Erfahrungsbericht der Autorin Daniela Jelen heraus. Darin wird sehr anschaulich und greifbar beschrieben, wie ihr die Fotografie geholfen hat, eine lange Strecke von mehreren Lebenskrisen zu überstehen und zu bewältigen.

Einige der erlebten Hilfestellungen durch Fotografie sind:

  • Fotografien mit gute Erinnerungen oder Assoziationen helfen durch schwierige Phasen.
  • das bewusste Wahrnehmen der Umwelt durch die gezielte Motivsuche. Auch die damit einhergehende Entschleunigung.
  • Fotografie als Aufgabe, die den eigenen Fokus von den Problemen ablenkt.
  • Die Möglichkeit sich über Foren und Communities im Internet Rückmeldungen und Bestätigungen einzuholen.
  • Stammtische vor Ort und gemeinsame Aktionen mit Gleichgesinnten.
  • Die Weiterentwicklung der Persönlichkeit durch den Schritt einer öffentlichen Ausstellung.
  • Fotografien als Dokumente der “Reise” durch eine schwere Zeit.

Das Kapitel “Seelenbilder” beinhaltet eine Reihe von sehr gelungenen Fotografien und dazu entstandene Texte und Assoziationen. Die Titel diese Bilder sind zum Beispiel

Weite, Schweben,  Abtauchen, Spielerei, Augenblicke, Der Weg

Die Verbindung der Titel und der Fragestellungen “Was würde ich in meiner augenblicklichen Lebenssituation fotografieren”  oder “Wie würde ich diese Titel in Fotografien umsetzen?” macht deutlich wie leicht und unkompliziert die Fotografie eine Brücke zur inneren Fragestellungen schlagen kann.