Am 1. Juni startete ich bei der 100Happydays Challenge.  Die Idee dahinter: Sich einmal am Tag bewußt zu werden, was glücklich und zufrieden macht, erschien anregend und reizvoll. Schließlich kommt die bewußte Wahrnehmung von den kleinen schönen Dingen im Alltag oft zu kurz. Die Initiatoren sprachen sogar davon “sich dadurch Zeit zum Glücklichsein zu nehmen”.  Da ich solche spielerischen Ansätze gerne mag, beschloß ich mitzumischen.

Wie sollten die #100happydays funktionieren?

Mach jeden Tag ein Bild von dem, was dich glücklich macht und teile dies auf einem Social Media Kanal deiner Wahl inklusive dem Hashtag #100happydays. (sinngemäß).

Soweit ganz einfach. Schon jeden Tag ein Bild zu finden bzw. zu machen empfand ich schnell als aufwendig. Wie visualisiere ich den glücklichen Teil des Tages? Besonders wenn ich erst nachträglich die Möglichkeit habe  zu twittern? In der Folge gab es von mir einfach viele Tweets ohne Bilder, nur mit Text. War ja auch nicht weiter dramatisch.

Mit der Zeit kam es immer öfters vor, dass ich die Dinge, die einen Tag besonders positiv und glücklich färbten, nicht auf Twitter veröffentlichen wollte. Dazu waren sie zu persönlich oder betrafen Personen und Sachverhalte, die nicht an die Öffentlichkeit gehörten. Die Aktion trug auch nichts zur Entschleunigung bei, im Gegenteil: eher eine kleine tägliche Pflicht mehr.

Die #100HappyDays-Herausforderung ist für dich- nicht für jemand anderes.

Die #100happydays wurden folglich mit der Zeit immer mehr zum ungewollten Schaufenster und spiegelten seltener meine bedeutenden Momente des Tages wieder. Je länger die Challenge lief, desto größer wurde die Distanz zwischen der wirklich wichtigen Dingen und den veröffentlichten. Also wird es Zeit die Aktion für mich an dieser Stelle zu beenden und die wirklich wichtigen Glücksmomente nur für mich persönlich weiter festzuhalten. 50 Tage öffentlichen glücklich seins sind für mich genug.

Ich werde mich ab heute abends wieder entspannter zurücklehnen und auf den Main blicken.